Zu den Spezialitäten jedes weihnachtlich gedeckten Tisches gehört ein festlich zubereitetes Baby. Für ein Weihnachtsmahl von 4 Personen nehme man 3 bis 4 Kilogramm sauber gewaschenes und entwindeltes Baby. Für den Verzehr eignen sich am besten frische Babys, die nicht älter als 2 bis 4 Wochen sind. Bei der Auswahl ist auf die Beschaffenheit der Haut zu achten, sie sollte noch die sämige Zartheit des frisch geschlüpften Kindes haben.
Erfahrene Köche lagern die Babys von der Geburt bis zur Zubereitung nur in weichste Felle gehüllt, um die spezielle Konsistenz der Haut zu erhalten.
Tipp: ein Apfel in das Mäulchen gesteckt verringert den Lärmpegel.
Unter Feinschmeckern sind besonders Babyschnitzel beliebt. Man schneide dazu vom Bäuchlein vorsichtig mehrere dünne Filets ab, die Ausbeute liegt pro Baby in der Regel bei sechs Stück. Mit einem Schnitzelklopfer sanft weich geklopft, salze man die Schnitzel und bestäube sie auf beiden Seiten mit glattem Mehl, wende sie in verrührtem Ei und bedecke sie vollständig mit Semmelbröseln. Anschließend in heißem Fett herausbacken, bis die Kruste knusprig braun ist.
Eine deftigere Speise sind Babyhaxen. Sowohl Ober- als auch Unterschenkel ergeben - mit Sonnenblumenöl bestrichen und eine halbe Stunde unter langsamen Drehen gegrillt - zusammen mit einem Glas hellen Biers eine nahrhafte Abwechslung im Speiseplan.
Die Zehen und Finger des kleinen Rackers sind äußerst köstliche Delikatessen, die den Magen jedes Gourmands zum Brummen bringen. Zur Herstellung tauche man die winzigen Füßchen und Händchen nicht länger als 3 Minuten in siedendes Butterschmalz. Man serviere sie leicht gesalzen zu einem Gläschen Aperitif, vorzugsweise Holunderblütensekt. Eine ähnliche Gaumenfreude sind Babyzungen, die entweder roh, gebacken oder mit Schokolade umhüllt verspeist werden können.
Öhrchen und Näschen räuchert man oder lässt sie lufttrocknen. Auf diese Weise sind sie besonders haltbar und stellen als Proviant für Bergtouren eine ideale Ergänzung dar. Für Babyjerky verfahre man ebenso, nur nehme man dazu dünn geschnittene Bruststreifchen. Um den Geschmack zu verfeinern, kann man die Bruststreifchen eine Woche lang in Marinade einlegen.
Tipp: ein paar zerdrückte Waldhimbeeren zur Marinade hinzufügen.
Filets vom Babyrücken brate man in einer Metallpfanne oder besser - einem heißen Felsen - scharf an, übergieße sie mit einem Achtelliter Weißwein. Mit Majoran, Pfeffer und Muskat je nach Vorliebe kräftig würzen und mit geschnittenem Bärlauch als Vorspeise servieren.
Tipp: aus Großmutters Kochbuch stammt der Hinweis, dass ein Gläschen Rehmilch dem Babyrücken ein besonderes Aroma verleiht.
Bevor man die Kopfhaut zum Schmalzablassen heranziehen kann, muss man das Menschenkindlein rupfen. Die kleinen Kopfhaare haben schon bei vielen unangenehme Rachenreizungen hervorgerufen.
Für 4-6 Gedecke wird gefülltes Bratbaby empfohlen. Dazu sind zuerst die Innereien vorsichtig herauszulösen. Oft ist die Blase noch gefüllt, deshalb ist angeraten, das Baby vor dem Ausnehmen leicht zu kitzeln. Dann löst sich das Problem von selbst. Nach dem Ausnehmen und Rupfen nehme man die Fülle und stopfe das Baby gewissenhaft. Unter regelmäßigem Aufgießen brate man das Baby bei 250 Grad in einer mit Butter ausgestrichenen Pfanne für die Dauer von 3 Stunden. Das Bratbaby ist durch, wenn das vorsorglich der Pfanne beigelegte Stückchen Windel vollständig verkohlt ist.
Ich wünsche Guten Appetit!
Wir kommen gleich wieder nach der Werbung auf Bären-TV mit dem Beitrag "10 praktische Methoden ein Konservenauto zu öffnen".
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Anmerkung des Autoren: Scheinbar ist es ok, Kalbsschnitzel, gebratene Ferkel oder Eier und dergl. zu essen. Das regt bis auf Vegetarier und Veganer nicht wirklich auf. Kaum aber nimmt man ein solches Rezept, und tauscht das Wort Kalb oder Ferkel gegen "Baby" aus und nimmt als Rezeptautoren einen Bären her, schon schreien dieselben Leute Zeter und Mordio und heißen einem die schlimmsten Namen. Man fordert dringendst die Änderung des Verhaltens anderer Leute, selber aber ist man ausgenommen davon und frisst weiterhin Kälbchen, Ferkel und Eier in sich hinein. Danke an die tapferen und durchwegs anonymen Kommentare für den Mut zu den eigenen "Prinzipien" zu stehen. Und noch etwas: es hat sie keiner gezwungen, hier auf dieser Website zu sein.











Ich hoffe dass, sich soviele Eltern beschweren das Sie diese HP nicht mehr betreiben dürfen und sich öffentlich entschuldigen müssen.
Weil alles was lustig ist, aber so etwas bestimmt nicht.