Mario Herger

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Woche -8: Die Heftgestaltung

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Rupert von RappelkopfEin ziemlicher Brocken, der uns beschäftigt, ist die Heftgestaltung. Jetzt, wo wir das Cover für die Rappelkopf Ausgabe 01 fertig haben, ist der Heftkern, also die Heftinnenseiten, in Arbeit. Dabei beeinflussen die einzelnen Ressorts und die Inhalte die Gestaltung. Die Gestaltung muss flexibel genug sein, dass die Farben der einzelnen Ressorts dem Leser nicht die Augen einschlagen. Auch sollten die gewählten Schriftarten den Leser nicht ermüden, und insgesamt die Seiten aufgeräumt aussehen. Das ist nicht einfach, bedenkt man die Vielfalt der Stile der einzelnen Zeichner. Und, um das nicht zu vergessen, die LeserInnen dürfen nicht verprellt werden durch eine nicht gefällige Aufmachung.

Paginafarben für RappelkopfBetrachten wir mal die Farben. Jedes der geplanten Ressorts erhält eine eigene Pastellfarbe für die sogenannten Paginaelemente Das sind die Elemente, die auf fast jeder Seite vorkommen und die Seitennummer, Kopfzeile und ähnliches beinhaltet. Pastellfarben haben wir deshalb gewählt, damit diese Elemente dezent im Hintergrund bleiben und nicht mit den Inhalten um Aufmerksamkeit buhlen. Die Ressorts selbst orientieren sich an das von Nachrichtenmagazinen und umfassen in der Ausgabe 01 unter anderem Inland, Ausland, Kultur/Gesellschaft, Ratgeber, Wirtschaft und auch eine "Erotische Ecke". Tja, Sex sells eben.

Für die Schriften im Heftinneren nehmen wir im Fließtext Klavika, für die Überschriften den Zeichensatz Myriad Pro, und für das Rappelkopf-Logo die Schrift Bankir Retro.

Einen für die LeserInnen vermutlich interessanten Leckerbissen oder "eye candy", wie die Amerikaner sagen, haben wir in die Kopfzeile jeder Seite eingebaut. Dort sind auf jeder Seite die Köpfe aus dem eigens für Rappelkopf entwickelten Comicstrip zu sehen, die ein reichhaltiges Mienenspiel an den Tag legen. Wir haben uns dabei an den berühmten französischen Comic Gaston vom Zeichner Franquin angelehnt, der im Seitenkopf immer wieder Gaston mit einem lustigen Gesichtsausdruck das Geschehen auf der Seite wortlos kommentieren lässt. Auch der französische Comiczeichner und Gründer des Magazins "Fluide Glacial", Marcel Gotlib, verwendet durchgehend einen kleinen Käfer als sein Alter Ego. Dieses lässt er immer wieder durch den Comic wandern, teils in die Handlung verwickelt, teils in einen parallelen Handlungsstrang. Der Cartoonist Tom Toles von der Washington Post wiederum bringt sich mit seinem Zeichentisch im rechten unteren Eck seines Cartoons ein, und kommentiert ebenso, teilweise die eigentlich Pointe sogar verstärkend. Genau diese "Ostereier" sind es aber, die LeserInnen lieben, sofern sie sie einmal entdeckt haben.

Variante nur mit Kopf
Variante in Logoform
und Hintergrund
Variante mit Kopf
und Hintergrund

 

Noch haben wir die endgültige Entscheidung nicht getroffen, welcher Stil dieser Köpfe sich besser macht. Der dem Comicstrip am ähnlichsten, jener mit Hintergrund, oder der mehr "logoisierte". Überladen wir damit die Seite, können wir das erreichen, was wir ausdrücken wollen oder ist es genau das, was die LeserInnen mal so richtig lieben und schätzen werden? Ich halte Euch auf dem Laufenden...

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Kommentare (2)Add Comment
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Klavika?
geschrieben von Nina, August 19, 2009
Wird das nicht ein bissel mühsam für den Fließtext, eine Schriftart zu verwenden, die keine Umlaute hat?
Zumindest in dem Fontbeispiel, das du verlinkt hast, hat die Klavika keine.
0
...
geschrieben von Mario, August 20, 2009
Auf der Website werden die Sonderzeichen nicht angezeigt. Die Schriftart hat aber sehr wohl Umlaute. Wir haben schon einige Seiten damit gemacht und es klappt alles wunderbar.

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Last Updated on Wednesday, 19 August 2009 00:16  

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